Auszüge aus dem Satsang

(…) Viele Menschen leiden aufgrund schmerzvoller Erfahrung mit der weltlichen Liebe. Buddha lehrt uns, dass das Leben in der Welt voller Leid (Dukha) besteht und zeigt uns den Weg zur Befreiung, durch die Überwindung des Leidens auf. Obwohl hier im Westen die meisten Menschen glauben, dass im Buddhismus alle weltlichen Freuden verboten sind, hatte Buddha selbst von einem Leben zum anderen Leben seine wunderschöne Frau Yashodara als Begleiterin.

Speziell das Jathavidukha bedeutet die Anhaftungen aus früheren Leben. Diese sind für die Wiedergeburt auf diesem Planeten verantwortlich. Erst im letzten Leben von Gautama Buddha, als er den Weg seiner Stufe zur Buddhaschaft antrat, musste er seine Frau und sogar seinen neugeborenen Sohn vollkommen loslassen, um die endgültige Befreiung zu erlangen. Auch die Erhaltung der Schönheit des Körpers zählt zu dem Jathavidukha. Allerdings ist all die Mühe, wie wir alle wissen, umsonst. Niemand kann sich dem Altern des Körpers widersetzen.

Ein reicher Mann besaß vier Frauen. Kurz vor seinem Tod rief er alle zu sich und fragte eine nach der anderen, welche ihn begleiten möchte. Die erste Frau verneinte – wer möchte schon einen Körper begleiten, der zerfällt und schlecht riecht! Die zweite lehnte dies auch ab. Auch die dritte Gemahlin wollte nichts damit zu tun haben und wandte sich ab von ihm. Erst die vierte Frau sagte schließlich zu. Wer war die erste Frau? Diese symbolisiert unsere Anhaftungen – unser Haus, unser Auto, unser Hab und Gut. Die zweite Frau bedeutet die Familie und Verwandtschaft. Auch der Ruhm des Menschen endet am Grab. Nur unser gutes und schlechtes Karma nehmen wir als einzige Gabe mit in das Jenseits. (…)