Auszüge aus dem Satsang

Sai Ram

Lakshmi Devi gab allen Besuchern eine wunderbare, sehr wichtige Belehrung im Satsang „Zur Einheit aller Religionen“, der in Freiburg stattfand.

Wir möchten alle Menschen von Herzen daran teilhaben lassen, die diese Dharmalehre nicht persönlich hören konnten.

Das Thema, welches Lakshmi Devi uns lehrte, ist die wichtige Übungspraxis der Maitri Meditation.

Was heißt Maitri?

Maitri bedeutet Mitgefühl und Liebe für alle Lebewesen.

Es stellt sich hier die Frage, wie können wir diese hohe Tugend entwickeln?

In behutsamen und liebevollen Worten erklärte uns Lakshmi Devi die Umsetzung dieser Meditationspraxis.

Für alle Menschen, die ein friedvolles, mitfühlendes und liebevolles Herz entwickeln möchten, ist diese Dharmabelehrung der Maitri Meditation essentiell.

Wenn wir sie praktizieren, führen wir uns in die Versenkung der Meditation. Wir stellen uns vor, dass wir auf Mutter Erde sitzen und konzentrieren uns auf friedvolle, mitfühlende und liebevolle Gedanken. Diese senden wir ruhig in unserer Vorstellungskraft in alle vier Himmelsrichtungen, d.h. in den Norden, Osten, Süden, Westen. Anschließend füllen wir die Richtungen wie ein Kreis aus und erweitern sie ebenso nach oben und unten.

Wir selbst bleiben ruhig als wären wir der Mittelpunkt.

Mit dem Mantra, der Gebetsformel: „Loka Samasta Sukhino Bhavantu“ (Mögen alle Wesen in allen Welten glückselig sein), können wir unsere Gedanken ausdehnen zu unseren Nachbarn, in unser Dorf, Stadt, Land, unsere Mutter Erde, die uns unaufhörlich nährt und liebt und schließen das ganze Universum mit ein.

Wir bleiben fest mit den Gedanken des Mitgefühls verankert und können dies alles verstärken mit dem Licht der allumfassenden Liebe.

Diese segenvollen Gedanken der Maitri Meditation wandelt uns schrittweise von der Dunkelheit in das Licht, führt uns von der Unwissenheit zur Weisheit und zur allumfassenden Liebe, die in jedem Herzen innewohnt.

Lakshmi Devi erklärte uns, wenn wir diese Maitri Meditation praktizieren, können wir dadurch 11 verdienstvolle Entwicklungsstufen erlangen:

1. Eine gute Nachtruhe

2. Keine Alpträume

3. Ein erfrischtes und freudvolles Aufstehen am Morgen

4. Gefahrvolle Situationen können uns nichts anhaben

5. Jedes Lebewesen mag und liebt dich

6. Man erhält eine freudvolle und liebevolle Ausstrahlung

7. Vollkommene Hingabe – Purna Bhakti – in jeder Lebenssituation

8. Alle Devatas, d.h.Engelwesen, hier sind die vier Erzengel mit einbezogen, freuen sich und segnen deine gute Tugend. Nicht nur das, sie helfen dir und kommen dir schützend näher

9. Man wird wie eine Quelle, die unerschöpflich gibt

10. Man erfährt schrittweise eine Steigerung des Bewusstseins und kann dadurch eines Tages den Körper verlassen ohne Verwirrung und Angst

11. keine Wiedergeburt, denn du wirst in die göttliche Welt aufgenommen

Wir bedanken uns und dürfen uns glücklich schätzen für diese wunderbare Belehrung und das Wissen, das uns Lakshmi Devi im Freiburger Satsang mit auf unseren Lebensweg gab. Durch diese Erfahrung können wir friedvoll mit allen Menschen auf dieser Erde zusammenleben. Wir verneigen uns in Liebe vor den Lotosfüssen

Om Sri Sai Ram

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Buddhas Erkenntnis und Abwendung vom Weltlichen

Satsangausschnitt von Ettlingen 4.2.2019

..Mein geliebter Vater, der mir immer wieder auf der Astralebene erscheint, trug mir auf, zu euch über die „Kleshas“ zu sprechen. Kleshas sind unsere unerfüllten Wünsche und die Ursache für das Wiederkommen auf die Erde. Die meisten von euch hier, möchten ja gar nicht mehr auf die Erde kommen. Aber wie können wir dies erreichen?

Buddhas große Erkenntnis des Lebens auf Erden ist: „Geboren werden ist mit Leiden verbunden, krank zu werden bedeutet Leiden, alt zu werden erzeugt Leiden und den Körper zu verlassen bringt auch Leid mit sich! Wir alle versuchen mit verschiedenen Möglichkeiten dem Leid zu entrinnen: Wir achten auf unsere Gesundheit, nehmen gute Nahrung zu uns, pflegen unseren Körper, treiben Sport – allerdings wird jeder von uns eines Tages seinen Körper verlassen müssen und damit auch alles, was ihm lieb war. Unsere Sinnesorgane sind darauf aus, nur angenehme Dinge wahrzunehmen: Die Augen wollen nur das Schöne sehen: wir kleiden uns attraktiv, schminken und pflegen uns, im Urlaub möchten wir am Liebsten nur idyllische Orte sehen. Unser Geruchsinn ist auf gute Düfte ausgerichtet – die Parfümindustrie provotiert davon! Beim „Fühlen“ verhält es sich nicht viel anders – wir sehnen uns nach liebevollen Umarmungen. Auch unsere Zunge liebt vor allem die köstlichen Geschmacksrichtungen! So streben alle unsere Sinnesorgane nach Befriedigung!

Auch Siddharta Gautama lebte die ersten Jahre seines Lebens auf diese Weise. Er wurde als Königsohn geboren und somit stand ihm die Wahl immerzu offen, all seine Sinne zu befriedigen. Sein Vater liebte ihn sehr und hielt ihn fern von jeglichem Leid, baute ihm drei verschiedene Paläste, in denen er sich je nach Wunsch und Gesinnung aufhalten konnte. Dies hatte allerdings auch bedeutsame Gründe. Zu jener Zeit wurde nach der Geburt eines Kindes ein Astrologe gerufen, der die Anlagen für dessen weiteren Lebensweg und Berufung ausfindig machen sollte. Das Horoskop von Buddha zeigte die außergewöhnlich stark ausgeprägten Fähigkeiten, die zur Ausführung einer hohen Führungsposition nötig waren. Auf den weltlichen Bereich bezogen, wären dies einzigartige Fähigkeiten für die Ausübung eines gerechten, gütigen Herrschers über ein Königsreich geworden. Im spirituellen Sinne allerdings, lagen Buddha ungeahnte Möglichkeiten zu Verfügung, die eigene höchste Befreiung zu erlangen und sogar die Führung einer großen Gefolgschaft um den Weg des Dharma (Rechtschaffenheit) zu lehren. Die meisten Väter ziehen es vor, dass die Söhne ihren Fußstapfen folgen und in dem Fall war es das Ansinnen des Vaters, Siddharta zu seinem Nachfolger zu ernennen. Er wurde in sämtlichen Kampfsportarten ausgebildet und lernte alle weltlichen Kenntnisse, ein Reich zu führen. Allerdings fühlte Buddha tief in seiner Seele eine Leere, die sich zu einer unerfüllten, für ihn unergründlichen Sehnsucht entwickelte. Die ungeschriebenen Gesetze des ALLERHÖCHSTEN BEWUSSTSEINS tragen Sorge dafür, den Weg eines Mahatmas und dessen Bestimmung zu erfüllen. Ein Engelwesen namens Chakradevata wurde speziell für diese Aufgabe auf die Erde gesandt. Eines Tages verspürte Siddharta den starken Wunsch seine Umgebung außerhalb des Palastgeländes zu erkunden. Zusammen mit seinem besten Freund Chandana machte er sich auf den Weg. Nach einer geraumen Zeit der Wanderschaft bemerkte Buddha einen sehr alten, und äußerst gebrechlich aussehenden Mann, der soeben mühsam auf einen Stock gestützt ihren Weg überquerte. Im Angesicht dieses offensichtlich schweren Schicksals, war Siddharta erschrocken und sein Herz schmerzte bei diesem Anblick des alten, hilflosen Mannes. Verwirrt fragte er seinen Freund: „Chandana, was für ein Unglück ist diesem Mann widerfahren?“ Chandana antwortete besänftigend: „Mein Freund, weißt du nicht, dass jeder von uns alt wird? Keiner von uns kann dem Alter entrinnen!“ Dies war niemand anderes als Chakradevata, der fähig war, jede beliebige Form anzunehmen und somit an der großen Aufgabe beteiligt war, Siddhartas Bewusstsein vom Schleier der Maya zu lüften. Das Alter und die damit einhergehende leidensvolle körperliche Schwäche, war eine nie zuvor erlebte Erfahrung für den jungen Siddharta. Tief aufgewühlt und sprachlos führte er mit seinem Freund die Reise fort. Kurze Zeit später sahen sie schon von weitem eine, mit Lepra übersäht, erbarmungswürdig aussehende Frau, die am Wegesrand kauerte. Zutiefst erschüttert blieb Siddharta abermals stehen und sein Herz krampfte sich zusammen, beim Anblick dieses offensichtlich schweren Leidens dieser Frau. Wiederum war die Verwandlung Chakradevatas für dieses Ereignis ausschlaggebend! Fassungslos wandte sich Siddharta abermals an seinem Freund, eine Erklärung zu geben für dieses Unglück! Chandena beruhigte seinen Freund mit den Worten: „Das ist nichts Besonderes, das kann auch jedem von uns geschehen!“ Eine ungeahnte Schwere bemächtigte Ihn daraufhin, bedrückt und tief in Gedanken führte Er zusammen mit seinem Freund den Weg weiter. Siddharta war jeglicher Sinn für die weltlichen Abenteuer einer Reise vergangen und Er verspürte den starken Wunsch, so schnell wie möglich wieder zum Palast zurückzukehren. Der kürzeste Fußweg führte allerdings an einem Verbrennungsplatz vorbei. Der Tod gehört zum Leben und so offen und ersichtlich waren auch damals diese Plätze, wo die Leichen in weißen Tüchern eingewickelt auf Scheiterhaufen lagen, um wieder zurückzukehren zur Asche, dem ursprünglichsten Element! Allerdings gehörte dieses Geschehen auch zu den Bereichen, die Siddharta vorenthalten wurden. So nahm das Schicksal seinen Lauf! Als die Beiden am Verbrennungsplatz vorbeischritten, wurde soeben ein Ritual für die Feuerzeremonie vorbereitet und Siddharta sah zum ersten Mal in seinem Leben eine Leiche. Entsetzt fragte er wiederum seinen Freund, was mit dieser Person geschehen war. Als er erfuhr, dass sich kein Mensch dieser Fügung entziehen kann, verstärkte sich seine schwermütige Stimmungslage noch mehr. Seine vorbestimmte Richtung nahm seinen Lauf, indem sich Chakradevata nun als Erleuchteter manifestierte. Siddhartas unauslöschliche Sehnsucht fand mit dem Anblick dieses Sadhus, der mit tief in sich gekehrtem, strahlendem Ausdruck, den Beiden entgegenschritt, spontan eine Richtungsweisung für Seinen weiteren Weg! Wiederum fragte er Chandena, wer diese Person war und sein Freud erklärte ihm, dass dies ein Sadhu sei, der sein Leben der „Suche nach der Wahrheit“ gewidmet hatte. Das Wort Wahrheit hörte er zum ersten Mal in seinem Leben, und spürte intuitiv, dass dieses Wort etwas mit der „Auflösung dieses Leidens“ was er zuvor erlebt und gesehen hatte, zu tun haben musste. Tief in sich versunken schritt Siddharta zusammen mit seinem Freund das letzte Stück des Weges einher. Als die Beiden die ersten Gebäude des Königshofes erreicht hatten, erblickte die Cousine von Siddharta den Königsohn vom Balkon aus und begann folgendes Lied zu singen: Hibbudhe nune so Matha – Hibbune nune so Pita – Yasunam Idi so Pathi „Jene Mutter, die solch einen erhabenen Sohn geboren hat, müsste erleuchtet sein. Auch derjenige, der sich Vater dieses außergewöhnlichen Sohnes nennt, kann nur ein Erleuchteter sein!“ Diese erhebenden Worte brannten sich unauslöschlich in Sein Herz und Seine Seele ein! Inzwischen war es Abend geworden, der Palast strahlte hellerleuchtet, da sein Vater ein Fest veranlasst hatte. Es fand gerade eine Tanzveranstaltung statt. Buddha warf einen Blick in den großen Tanzsaal, innerlich hingegen stäubte sich alles in ihm, einzutreten und so zog er sich zurück in seine Gemächer. Siddharta war innerlich so aufgewühlt von den Erlebnissen des vergangenen Tages, dass es aussichtslos war, Schlaf zu finden. Mitten in der Nacht machte er sich auf, in der kühlen Frische Klarheit zu finden. Sein Weg führte unmittelbar am Tanzsaal vorbei, wo alle Tänzerinnen nun schlafend auf dem Boden verstreut lagen. Dieser Anblick allerdings war alles andere als schön! Die zuvor kunstvoll hergerichteten Gesichter, waren nun verschmiert mit Schminke, der Speichel floss aus dem Mündern und die Haare waren zerzaust! Wir lassen uns meist blenden mit unseren Sinnen, wollen immerzu nur das Schöne sehen. Buddha blickte in diesem Moment hinter die Kulissen! Der Schleier von Maya wurde gelüftet. Ihm wurde unmittelbar bewusst, dass dieser Abschnitt – gefangen in der Illusion der Sinne – endgültig vorbei war! Buddha wird heutzutage meist nur in der vollkommenen Harmonie des „Samadhi“ dargestellt. Über die vergangenen 550 Leben Seiner Vorbereitung, wissen die Wenigsten Bescheid! Die Vorsehung des Schicksals nahm seinen Lauf. In derselben Nacht wurde auch sein Sohn geboren. Sobald wir unser Kind in den Armen halten, beginnt die sogenannte „Festhaltung“ ein lebenslanger Prozess, der sich über viele Leben hinweg aufbaut und irgendwann wieder aufgelöst werden muss, um die ewige Freiheit zu erlangen! Als Buddha von seinem nächtlichen Spaziergang zurückkehrte erfuhr er sogleich von dem großen Ereignis. Vorsichtig öffnete er dir Tür des Schlafgemachs Seiner Frau. In der Morgendämmerung erblickte Er Seine Frau, die schlafend mit dem Kind im Arm auf dem Bett ruhte. Sein geklärter Geist gab Ihm den Namen Seines Sohnes ein: „Rahula“ – ein Rahu (Bindung) ist geboren! In diesem erhabenen Augenblick gab Siddharta sich selbst das unumstößliche Versprechen: Seinen Sohn auf den Weg zur Befreiung von den Leiden des Lebens, der Geburt und des Todes zu führen!

Er verließ daraufhin seine Familie, seine Heimat, und damit auch allen Komfort, den Er bis dahin genossen hatte und machte sich auf, die Wahrheit zu suchen, um die endgültige Befreiung zu finden, was viele Menschen heutzutage nicht nachvollziehen können. Allerdings zeigt uns die Historie, dass Sein großes Versprechen tatsächlich später in Erfüllung gegangen war….

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Das Ahnengebet

Idam Me Natinam Hotu Sukhita Hontu Natayo

Idam Me Natinam Hotu Sukhita Hontu Natayo

Idam Me Natinam Hotu Sukhita Hontu Natayo

Laß dieses Merit (gute Karma) unseren von uns gegangenen Verwandten zukommen und möge es sie erfreuen.

Als Abschluss eines jeden Satsang‘s beten wir dieses Ahnengebet. Lakshmi Devi legt uns ans Herz, dies auch nach jeder Meditation und allen anderen Ritualen zu beten. Das Licht und die Liebe, die wir bei jeder hingebungsvollen Andacht erhalten, wird somit an die Verwandten, die von uns gegangen sind weitergegeben. Nicht alle unsere Ahnen haben so gelebt, dass sie auf einer höheren Ebene gelandet sind nach ihrem Ableben. Im Gegenteil, viele hoffen und warten auf unsere Hilfe, da es für sie in den Astral oder Zwischenwelten keine Möglichkeit mehr gibt, gutes Karma zu erarbeiten. Lakshmi Devi erklärt uns weiterhin, dass wir schon durch gute Lebensführung und ein reines Herz eine große Hilfe für unsere Vorahnen darstellen, da diese auch davon profitieren können.

Dazu gibt es eine wahre Geschichte:

In Sri Lanka besuchte Lakshmi Devi vor Jahren einen Tempel, und kam mit einer Mönchin ins Gespräch. Nach einer Weile gesellte sich eine dritte Frau dazu, unterbrach das Gespräch, mit einer Bitte an die Mönchin: „Ich weiss nicht mehr weiter. Mein Mann starb vor einigen Jahren und seither geht es mir körperlich und seelisch nicht mehr gut. Auf Anraten des Dorfmönchs, soll ich regelmäßig eine Opfergabe im Namen meines Mannes den Göttern darbieten. Ich bin jetzt hier, und Jahr für Jahr opfere ich ein buddhistisches Gewand an seinem Todestag. Dennoch geht es mir nicht besser! Was kann ich tun?“ Die Mönchin antwortete mit einem Lächeln und sprach: „Diese Opfergaben sind nicht für dich gedacht. Sei reinen Herzens und denke dabei an deinen Mann. Da er keinen Körper mehr besitzt, obliegt es dir, in seinem Namen gute Taten zu vollbringen. Das Jahr hat 365 Tage somit hast du auch 365 Möglichkeiten. Wenn deine Absichten aus reinem Herzen kommen, wird es dir bald besser gehen!“